Firmenschilder
Teil von Wie Sie Firmenschilder planen und genehmigen lassen
Firmenschilder: Kosten, Förderung und Preise in Euro
Firmenschilder Kosten: Preisspannen nach Größe und Material in Euro, Beispielrechnungen, Förderprogramme von Bund und Ländern und Umsatzsteuer.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Unbeleuchtete Schilder aus Alu-Verbundplatte kosten netto 180 bis 700 Euro, abhängig von Fläche und Druckverfahren.
- LED-hinterleuchtete Anlagen liegen netto zwischen 900 und 4.200 Euro, Einzelbuchstaben bei 60 bis 180 Euro pro Buchstabe.
- Montage und Technik verursachen zusätzlich 250 bis 900 Euro netto.
- Zuschüsse gibt es meist nur für digitale oder energetische Anteile, selten für die reine Werbefläche.
- Der Förderantrag muss vor der Bestellung gestellt werden, sonst entfällt der Anspruch.
Preise nach Größe und Material
Die folgenden Netto-Spannen sind Kalkulationswerte für Standardausführungen, wie sie Beschriftungsbetriebe in Deutschland ansetzen. Sie gelten ohne Montage, ohne Genehmigung und ohne Statik. Die Bruttospalte rechnet mit dem Regelsteuersatz von 19 Prozent.
| Ausführung | Fläche | Preis netto | Preis brutto |
|---|---|---|---|
| Alu-Verbundplatte, Digitaldruck | bis 0,5 Quadratmeter | 180 bis 320 Euro | 214 bis 381 Euro |
| Alu-Verbundplatte, Digitaldruck | 1 bis 2 Quadratmeter | 350 bis 700 Euro | 417 bis 833 Euro |
| Acrylglas, LED-hinterleuchtet | 1 bis 2 Quadratmeter | 900 bis 1.900 Euro | 1.071 bis 2.261 Euro |
| Lichtkasten, doppelseitig | 3 Quadratmeter | 2.400 bis 4.200 Euro | 2.856 bis 4.998 Euro |
| Einzelbuchstaben aus Aluminium | pro Buchstabe | 60 bis 180 Euro | 71 bis 214 Euro |
Fassadenmontage kostet 250 bis 900 Euro netto, ein Hubsteiger oder Gerüst 180 bis 600 Euro netto. Der Elektroanschluss durch einen Elektrofachbetrieb liegt bei 250 bis 500 Euro netto, eine Baugenehmigung je nach Kommune bei 50 bis 300 Euro. Material und Beleuchtung bestimmen den Preis stärker als die Fläche: Acrylglas kostet netto 450 bis 700 Euro je Quadratmeter, Edelstahl 600 bis 900 Euro.
Beispielrechnung für drei Schildvarianten
Gerechnet wird für einen Betrieb mit zwei Quadratmetern Fassadenfläche. Alle Beträge sind netto, sofern nicht anders angegeben.
Variante A, Alu-Verbundplatte mit Digitaldruck: 620 Euro für das Schild, 80 Euro für die Datenaufbereitung, 280 Euro für die Montage. Summe 980 Euro netto, Umsatzsteuer 186,20 Euro, Gesamtbetrag 1.166,20 Euro brutto.
Variante B, LED-Lichtkasten: 1.450 Euro für das Schild, 420 Euro für die Montage mit Hubsteiger, 380 Euro für den Elektroanschluss. Summe 2.250 Euro netto, Umsatzsteuer 427,50 Euro, Gesamtbetrag 2.677,50 Euro brutto.
Variante C, Folienbeschriftung auf vorhandener Trägerplatte: 1,5 Quadratmeter zu 90 Euro je Quadratmeter ergeben 135 Euro netto, brutto 160,65 Euro. Die Anbringung übernimmt der eigene Betrieb.
Förderung von Bund und Ländern
Die KfW finanziert Investitionen von Unternehmen über Förderkredite, die die Hausbank ausreicht. Der Antrag muss vor dem Vorhabenbeginn gestellt werden, die Bestellung des Schilds zählt bereits als Beginn. Welche Kredite offenstehen, zeigt die KfW-Übersicht zu Förderprogrammen für Unternehmen.
Zuschüsse von Ländern und Kommunen bündelt die Förderdatenbank des Bundes. Dort lässt sich nach Bundesland, Branche und Stichwort suchen, etwa Fassadengestaltung, Digitalisierung oder Energieeffizienz.
Üblich sind Zuschüsse zwischen 20 und 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Reine Werbeanlagen schließen viele Programme aus, gefördert werden eher digitale Leitsysteme und LED-Technik. Das EU-Beihilferecht begrenzt De-minimis-Zuschüsse auf 300.000 Euro je Unternehmen in drei Steuerjahren.
Vor der Antragstellung hilft die Beratung bei der IHK, weil jedes Programm eigene Bedingungen hat. Die Themenfelder der DIHK bündeln Fragen zu Steuern und Finanzierung.
Umsatzsteuer, Abschreibung und Zahlungsplan
Auf Firmenschilder fällt der Regelsteuersatz von 19 Prozent an. Vorsteuerabzugsberechtigte Betriebe ziehen die Umsatzsteuer zurück und kalkulieren netto. Wer die Kleinunternehmerregelung nach Paragraf 19 Umsatzsteuergesetz nutzt, weist keine Umsatzsteuer aus.
Schilder bis 1.000 Euro netto lassen sich als geringwertige Wirtschaftsgüter im Jahr der Anschaffung voll abschreiben. Die Grenze gilt für Anschaffungen nach dem 31. Dezember 2024 und ist bis Ende 2027 befristet.
Beschriftungsbetriebe arbeiten häufig mit Anzahlungen von 30 bis 50 Prozent des Nettoauftragswerts. Standardprojekte liefern sie in zwei bis vier Wochen. Wartung und Reinigung kosten je nach Höhe und Beleuchtung 100 bis 300 Euro netto pro Jahr.
Häufige Fragen
Was kostet ein Firmenschild in Euro?
Ein unbeleuchtetes Schild bis 0,5 Quadratmeter kostet netto 180 bis 320 Euro. Für zwei Quadratmeter mit Montage sind 900 bis 1.100 Euro netto realistisch. Beleuchtete Anlagen beginnen bei etwa 900 Euro netto.
Welche Förderprogramme kommen für Firmenschilder infrage?
Förderkredite der KfW und Zuschüsse der Länder. Reine Werbeflächen sind oft ausgeschlossen, digitale Leitsysteme und LED-Technik häufiger förderfähig.
Kann ich die Umsatzsteuer für ein Firmenschild abziehen?
Ja, wenn der Betrieb vorsteuerabzugsberechtigt ist. Die Umsatzsteuer von 19 Prozent wird dann zur Vorsteuer. Kleinunternehmer nach Paragraf 19 Umsatzsteuergesetz können sie nicht abziehen.
Warum muss der Förderantrag vor der Bestellung gestellt werden?
Programme schließen Vorhaben aus, die vor der Antragstellung begonnen wurden. Mit der Bestellung des Schilds gilt das Vorhaben als begonnen.
Was kostet die Montage eines Firmenschilds?
Ohne Hubsteiger rechnen Betriebe 250 bis 500 Euro netto. Mit Hubsteiger oder Gerüst steigt der Betrag auf 600 bis 900 Euro netto. Ein Elektroanschluss kostet 250 bis 500 Euro netto.